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Tödliches Rätsel um den Mord an einer Jugendlichen: Der neue Thriller „Die Vergessene“ von Bestsellerautorin Karin Slaughter

Thriller-Ikone Karin Slaughter ist zurück mit einem neuen Buch ihrer Reihe um Protagonistin Andrea Oliver, die in „Die Vergessene“ doppelt gefordert wird. Als frisch gebackener US-Marshal wird sie beauftragt, eine Richterin zu beschützen. Gleichzeitig lässt Andrea Oliver ein vierzig Jahre alter, ungesühnter Mordfall nicht los. 

Zwei herausfordernde Fälle 

Karin Slaughter nimmt ihre Leser:innen in „Die Vergessene“ mit in die Vergangenheit nach Longbill Beach im Jahr 1982. Am Abend ihres Highschool-Abschlussballs wird Emily Vaughn brutal ermordet. Deren trauriges Schicksal sucht Andrea Oliver noch vierzig Jahre nach dem Tod des Teenagers heim – vor allem weil der Mörder von Emily Vaughn niemals zur Rechenschaft gezogen wurde. Der Fall scheint undurchsichtig, potenzielle Zeug:innen, Freund:innen und die Familie des Opfers hüllen sich seit Jahrzehnten in Schweigen. Zeitgleich zu ihren Nachforschungen muss sich Andrea Oliver bei ihrem ersten Auftrag als US-Marshal beweisen. Sie soll einer Richterin, die Morddrohungen erhält, Personenschutz geben. Doch wird sie dieser Aufgabe gerecht werden? Und kann sie die Geheimnisse, die der Ermordung Emily Vaughns zu Grunde liegen, entschlüsseln und den Täter überführen?

Interview mit Karin Slaughter

Was muss eine Story haben, damit Sie Ihrer Meinung nach erzählenswert ist?

Das ist schwer auf den Punkt zu bringen. Ich versuche einfach wirklich aufregende Geschichten zu erzählen, die ich persönlich spannend finde, und dann hoffe ich, dass es für die Leser:innen genauso aufregend ist.

Was macht Ihnen am meisten Spaß, wenn Sie einen neuen Roman beginnen?

Die Charaktere sind das Wichtigste, aber mir macht es richtig Spaß, die Drehungen und Wendungen einer Story zu planen. Schon lange bevor ich zu schreiben beginne, mache ich mir Gedanken darüber, wie die Geschichte genau verlaufen muss. Wenn ich mich dann tatsächlich zum Schreiben hinsetze, habe ich ziemlich genau alle Twists schon im Kopf. Ein paar Nebensächlichkeiten können sich dann noch ändern, aber normalerweise bin ich mir im Klaren darüber, wo ich die großen überraschenden Schocker und Wendungen in der Handlung einsetze und inwiefern sie auf die Charaktere einwirken werden.

Inwiefern unterscheidet sich Ihre Vorgehensweise, wenn Sie einen Standalone oder einen neuen Teil einer Ihrer Serienkrimis schreiben?

Sowohl ein Standalone wie auch eine Serie hat seine besonderen Herausforderungen. Es scheint einfacher zu sein, einen Will-Trent-und-Sara-Linton-Krimi zu schreiben, weil ich die beiden Charaktere schon so gut kenne. Aber das Knifflige ist, etwas Neues über die beiden zu erzählen, ohne damit Verwirrung zu stiften. Wie zum Beispiel, dass Sara sich für Hexerei interessiert, was vorher nie bekannt war. Ich finde beide Romanfiguren sehr spannend, aber ich muss mir etwas überlegen, damit sie auch für andere interessant werden. Es macht mir Spaß, an der Entwicklung von Saras und Wills Beziehung zu arbeiten und an den anderen ständig vorkommenden Charakteren – wie etwa Faith, Amanda und manchmal Lena und Angie. Wenn ich einen Standalone schreibe, besteht die große Herausforderung darin, Szenerien und Persönlichkeiten zu kreieren, die vollkommen neu und einzigartig erscheinen. Da wird eine ganz neue Welt erschaffen, was ebenso, aber auf andere Art eine große Herausforderung sein kann.

Was macht Ihnen mehr Spaß: Einen Standalone oder einen neuen Teil einer Ihrer Serien zu schreiben?

Beides hat seine Vor- und Nachteile. Bei Standalones muss ich viel an den Persönlichkeiten der Charaktere arbeiten. Es ist wichtig, dass jede Person ihre ganz eigene Stimme bekommt und eine besondere Perspektive. Wenn ich an der Serie weiterschreibe, in der ich bereits seit Jahren über Sara und Will und die ganze Meute berichte, ist es etwas einfacher, denn da geht es vor allem darum, über deren emotionale Reise nachzudenken und wohin ich sie mit Blick auf die folgende Story bringen will.